Ausbildungskurs zum Bienensachverständigen

Das CVUA Freiburg bietet am 25. und 26. März 2017 einen Ausbildungskurs zum Bienensachverständigen an. Die Teilnehmerzahl ist dabei auf 60 Personen begrenzt, so dass eine zeitnahe Anmeldung sinnvoll ist.

Bitte setzt Euch bei Interesse schnellstmöglich mit unserem Vorsitzenden, Manfred Kraft, manfred.kraft@villinger-imker.de,  in Verbindung, damit wir den entsprechenden Bedarf an Plätzen beim CVUA anmelden können.

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Neue Frist zur Bestellung der Varroamittel

Diese Jahr gilt eine neue Frist für die Bestellung der Varroamittel. Näheres dazu findet ihr im Rundschreiben vom Landesverband im unten angehängten Link:

Rundschreiben-01-2017-Varroabekaempfungsmittel

Unter diesem Link findet ihr die Angaben, wieviel ihr von welchem Mittel pro Volk bestellen dürft:

Angemessene-Menge-Varroaarzneimittel

Imker-Infobrief aus Freiburg, Dezember 2016

Übersicht der angesprochenen Themen:

  • Aktuelle Situation
  • Was ist zu tun
  • Neue Oxalsäure- Anwendungsform
  • Sommerbehandlung mit Milchsäure?
  • Honigprämierung 2017
  • Lesetipp
  • Rückblick zum Jahresende

 

Aktuelle Situation

Kühles „normales“ Adventswetter begünstigt die Restentmilbung. Gesunde Völker sitzen ruhig und ohne Brut in der Wintertraube.

Was ist zu tun

Die Restentmilbung mittels Oxalsäure-Träufelmethode sollte nun –sofern noch nicht geschehen- schnellstmöglich erfolgen! Nutzen Sie die kühlen Morgenstunden dazu, so haben Sie eine kompakte Bienentraube, damit die Lösung gut einwirken kann.

Haben Sie bei der Behandlung tote Völker entdeckt, so werden diese verschlossen, zügig vom Stand abgeräumt und der Ursache auf den Grund gegangen werden. (Anleitung siehe Link: AB  338 Untersuchung toter Bienenvölker). Also nicht ohne gründliche Durchsicht „aufräumen“, sondern systematisch durchsehen!

Bitte „kehren Sie Ihre Völkerverluste nicht unter den Tisch und notieren Sie sich auch, wie viele Völker noch leben, in welcher Stärke (besetzte Wabengassen), aber auch, wie viele schon eingegangen sind. Diese (ehrlichen!) Zahlen, werden für die anonyme Verlustabfrage im Frühjahr benötigt.

„Oxuvar 5,7% ad us. vet.“ – Neue Oxalsäure-Anwendungsform zugelassen

Wie Sie vielleicht schon erfahren haben, gibt es eine Neuzulassung der Oxalsäure mit neuer Anwendungsform. Nach meinem Kenntnisstand wird dieses Produkt der Fa. Andermatt BioVet ab Frühjahr lieferbar sein und so rechtzeitig für die Sommerbehandlung zur Verfügung stehen.

  • Es gibt nun zwei Packungsgrößen mit 275 g und 1000 g mit einer fertigen Lösung Oxalsäu- redihydrat (5,7%). Die kleinere reicht für 10 -15 Völker und die größere für 25 – 40 Völker. Zucker wird nicht mitgeliefert und muss selbst abgemessen Die Behältergröße ist weiterhin so groß, dass man problemlos die erforderliche Menge zugefügen und darin umrühren kann.
  • Für die Winterbehandlung ändert sich prinzipiell nichts! Die auszubringende Menge je Volk bleibt dieselbe und auch die Konzentration der auszubringenden Träufellösung ist gleich wie in den Präparaten Oxuvar® Oxalsäuredihydrat-Lösung 3,5% ad us. vet..
  • Neu: Mit Oxuvar 5,7% ad vet. ist nunmehr auch in Deutschland eine Anwendungsform der Oxalsäure zum Sprühen zugelassen (Verdünnen mit 250 ml bzw. 900 ml Wasser = 3,0%) und eignet sich besonders für die Sommerbehandlung. Wichtig und gut für die Entmilbung von brutfreien Einheiten im Sommer, jedoch vorsichtig zu handhaben für den Imker (Anwenderschutz!).

Ich werde Sie in einem der folgenden Infobriefe weiter darüber informieren.

Sommerbehandlung mit Milchsäure?

Anlässlich telefonischer Beratung wegen hohen Verlusten von aus Brutsammlern gebildeten Völkern stelle ich fest: Bei der Behandlung brutfreier Einheiten (Ableger, Schwärme und Völker mit Brutentnahme) wird oft Milchsäure (MS) empfohlen und verwendet. Ehrlicherweise muss man jedoch festhalten, dass diese Empfehlungen m.W. nie direkt überprüft wurden. Man ist immer von der sehr guten Wirkung (80 – 95%) der MS bei der Winterbehandlung ausgegangen. Versuchsergebnisse aus Sommerbehandlungen in 2015 am Bieneninstitut Kirchhain und LA f. Bienenkunde Hohenheim in 2016, allerdings nur mit kleinen Völkerzahlen, zeigen jedoch, dass der Wirkungsgrad im Sommer an brutfreien Einheiten nur ca. 20 – 30% beträgt, was „so gut wie keine Wirkung“ bedeutet. Möglicherweise, weil die MS im Sommer schneller eintrocknet?

Eine Alternative könnte zukünftig die Sprühbehandlung mit „Oxuvar 5,7% ad us. vet.“ sein.

Im Übrigen wird ein weiteres Präparat zum Träufeln (OS+AS+weitere) zur Zulassung geprüft, was sich ebenfalls gut zur Sommerbehandlung brutfreier Völker eignen soll.

Honigprämierung 2017

Während des badischen Imkertages in Eberbach (Neckar) wird eine Honigprämierung stattfinden. Stellen Sie sich dem Wettbewerb, es lohnt sich, denn man lernt dabei nie aus! Die Honiglose sind in der Zeit vom 7.1. bis 14.1.2017 einzusenden. Die genauen Modalitäten erfahren Sie auf der Homepage des LV Bad. Imker: http://badische-imker.de/downloads/rundschreiben-09-  2016-honigpraemierung.pdf Zur Vorbereitung eignet sich der Beitrag in der Schulungsmappe „Grundwissen für Imker“: 06-02-03 Honigprämierung – so richtig abräumen!

Lesetipp (nicht nur für Vereinsvorstände):

Zufällig darüber „gestolpert“ und für interessant befunden: Im Fachmagazin „Schule und Beratung“ aus Bayern (Ausgabe 7-8, 2016) sind drei interessante Artikel veröffentlicht, für alle Lernwilligen und solche, die sich jetzt provoziert fühlen und gerade deshalb hinein schauen wollen J. Die Themen: –„Positive Leadership“, -„Gelebte Wertschätzung“, -„Von der Schwierigkeit gelebter Wertschätzung“, sind sicherlich auch in der Vereins- und Menschenführung nicht unwichtig. (online als pdf verfügbar (Link, 4,1 MB): Schule u Beratung 7-8/2016)

Mein Rückblick zum Jahresende

Ganz herzlich möchte ich für die sehr aufgeschlossene und freundliche Aufnahme als neuer Fachberater bedanken. Ich habe den Eindruck, dass ich nach nunmehr etwas mehr als 7 Monaten, „angekommen“ bin und die Beratungsarbeit sehr gut anläuft. Das ist bedauerlicherweise auch an meinem Terminkalender 2017 zu sehen, der bis zur Jahresmitte dick gefüllt ist und danach auch schon reichlich fixe Termine aufweist. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass viele Zeiträume schon belegt sind. Sicherlich findet sich jedoch auch noch der eine oder andere Vortrags- oder Vorführtermin im Jahresverlauf. Ich freue mich auf rege Beratungsinanspruchnahme und auf interessante Kontakte!

An unten stehenden Terminen kann man mich persönlich vor Ort ansprechen:

Termin Thema Ausrichter / Adresse
Fr. 16.12.2016 20h Infoabend Imkerschule Oberentersbach, Untertal 13
Fr. 13.1.2017 19h30 Vortrag: Varroa & Viren KIV Mittlerer Schwarzwald, Gasthof Och- sen, Hauptstr. 58, · 77716 Fischerbach

Der nächste Infobrief wird voraussichtlich Mitte Januar erscheinen.

à Einen in der Saison wöchentlichen Imker-Infobrief kann jede*r Imker*in kostenlos hier bestel- len: http://www.bienenkunde.rlp.de/Infobrief/Anmeldung

An diesem Infobrief der Bieneninstitute, beteilige ich mich mit Beiträgen und redaktionell.

Ich wünsche Ihnen eine ruhige und besinnliche Adventszeit und einen guten Start ins Neue Jahr!

 

Mit freundlichen Grüßen Bruno Binder-Köllhofer

Telefonische Erreichbarkeit: Am sichersten am Dienstag von

8.30 bis 12 Uhr, gerne auch an anderen Tagen.

Abwesenheit: Voraussichtlich vom 23.12.2016 bis zum 8.1.2017 werde ich nicht im Büro sein.

19.11.2016 Tag der Biene

Liebe Imkerinnen und Imker,

seit Mai dieses Jahres ist unser verdienter alter Bienenzuchtberater Armin Spürgin im Ruhestand. Sein Nachfolger am Regierungspräsidium Freiburg ist Herr Bruno Binder-Köllhofer, Auf unserem Tag der Biene 2016 wird er die Gelegenheit ergreifen, sich uns vorzustellen und hält einen Vortrag zum aktuellen Thema

Völkerverluste: Ursachen und Vorbeugung

 Auf die Diskussionsrunde bin ich sehr gespannt…

Die Veranstaltung findet statt:

Samstag, dem 19.11.201616.00 Uhr

Haus der Bürger

Königsfeld Ortsteil Buchenberg

 Bewirtet wird ab 15:30 Uhr durch den BIV Villingen. Wir würden uns sehr freuen, wenn dieser Termin den Anklang in der Imkerschaft des Kreises finden würde, den er verdient.

Ich/Wir freuen uns auf Euer aller zahlreiches Kommen,

mit freundlichem Imkergruß,

Euer

Bernd Möller

Kreisobmann

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Wichtig

Beim Tag der Biene sollen bitte alle Vereinsmitglieder ihre Völkermeldung für das kommende Jahr (Versicherungsrelevant!) abgeben.

Eure

Véronique Heitz / Manfred Kraft

Infobrief des Fachberaters Bruno Binder-Köllhofer

Aktuelle Situation
Die Varroabehandlungen sind abgeschlossen, im September gab es ja erfreulicherweise gute Wetterverhältnisse für späte Behandlungen. Vielfach hat sich die Varroasituation entspannt, zumindest wurde mir nichts Gegenteiliges berichtet. Auch die Einfütterung sollte abgeschlossen sein. Die Bienen richten sich langsam auf die Überwinterung ein.

Was ist zu tun
Sofern Spättracht eingelagert wurde, sind diese Waben im Wintersitz zu entnehmen und gegen Futterwaben auszutauschen. Mindestens zwei, besser drei Waben im mittleren Bereich des unteren Raumes weisen jetzt noch idealerweise handtellergroße Brutflächen auf. Diese später frei werdenden Zellen benötigen die Bienen im Winter, damit sie sich kompakt zu einer Wintertraube zusammen ziehen und warm halten können. Sind Völker „überfüttert“, haben also nur noch reine Futterwaben ohne Leerzellen, sind mind. zwei Leerwaben im Zentrum einzuhängen.

Falls noch vorhanden, sind die Futtereinrichtungen abzuräumen, sofern man diese nicht isoliert im Winter belassen möchte.

Abnehmender Flugbetrieb und kühles Wetter lockt unerwünschte Mitbewohner in den geschützten Stock! Das Flugloch benötigt daher nun ein Mäusegitter. Um auch Zwergspitzmäuse abzuhalten, darf das Gitter nur eine Maschenweite von 5 x 5 mm bis max. 6 x 6 mm haben.

Der Bodenschieber wird entnommen, die Bodenlüftung ist offen, damit Völker nun die Brut verringern.

Sofern Sie eine sichere Brutpause zur Winterbehandlung einleiten wollen, wäre es jetzt auch leicht möglich, die Königin zu finden und in einem passenden Käfig zu sperren. Achten Sie darauf, dass die Bienen guten Zugang zur Königin haben und der Käfig sich immer in der Bienentraube befindet. Wird der Käfig nicht in eine Wabe eingefügt, ist eine Wabe zu entnehmen und eine entsprechende Lücke zu schaffen (Leichter Zugang über die Absperrgitter).

Nutzen Sie kühle fluglose Abende / Tage und schmelzen Sie alle nicht mehr benötigten Waben ein.

Wachsverfälschungen
Wie Sie dem Infobrief der Bieneninstitute entnehmen konnten wird vor Wachsver-fälschungen gewarnt. Gerüchteweise, leider jedoch ohne konkrete Angaben, ist mir dies schon früher zugetragen worden. Betroffen seien Imker, die aus dem Raum Aulendorf und Belgien Wachs bezogen. Die Mittelwände seien mit anderen Wachsen (Stearin, Paraffin) gestreckt worden. Zusätzlich wurden Pestizide darin gefunden, die die Brut absterben lassen.

Meine Empfehlung: Bauen Sie Ihren eigenen Wachskreislauf auf und falls Sie zukaufen müssen, beziehen Sie Mittelwände nur von vertrauenswürdigen Händlern. Reines Bienenwachs gibt es nicht zum „Schleuderpreis“!

Betroffene können sich bspw. wenden an: wachsproblem@online.de, dort sammelt ein Imker aus dem bayr. Landesverband, Vorkommnisse dieser Art. Benötigte Angaben: Imker, Händler, gekaufte Menge, Kaufdatum, Beobachtungen. Bitte auch informationshalber in „cc“ an mich (Bruno.Binder-Koellhofer@rpf.bwl.de).

Imkerausflug 2016

Imkerausflug 2016 des Bezirksimkervereins Villingen e.V. am 17.Sept. 2016
Liebe Imkerkollegen,

wieder neigt sich ein ereignisreiches Bienenjahr dem Ende zu. Das ist ein guter Anlass, einmal wieder etwas miteinander zu unternehmen. Hier mein Vorschlag:

07.45 Uhr        Abfahrt Busbahnhof Königsfeld

08.00                Abfahrt Bushaltestelle Hauptbahnhof Villingen

10.00                 Besichtigung der Imkerei Cum Natura in Bühl.

Berufsimker Stefan Kumm wird uns einen Einblick in seinen Betrieb geben, die Imkerin Uli Braun wird über die wertvollen Inhaltsstoffe der Bienenprodukte, vor allem Propolis und Pollen, und altes naturheilkundliches Wissen berichten. Dazu gibt es Honigkuchen und Kaffee.

12.30                Mittagessen im Hotel-Restaurant Jägersteig

14.30                Besichtigung der Burg Windeck in herrlicher Lage über dem Rheintal

16.30                Führung durch den Affentäler Winzerkeller mit zünftiger Weinprobe

18.00                Rückfahrt

20.00               Abschluß in der Waldau-Schänke in Königsfeld-Buchenberg

22.00               Ankunft Hauptbahnhof  Villingen.

Aus der gemachten Erfahrung heraus: Änderungen vorbehalten. Aber hoffen wir, dass alles klappt und wir einen schönen, interessanten Tag miteinander haben werden.
Neben viel guter Laune sollten Euro 40,–  (Kinder 25,–) für Bus, Imkereibesichtigung und Weinprobe mitgebracht werden.
Euer
Bernd Möller
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Es wäre schön, wieder einmal viele von Ihnen/von Euch auf dem interessanten Ausflug treffen zu  können!
Bitte meldet Euch rechtzeitig an, telefonisch unter 0171 6061 401 oder per Mail an
manfred.kraft@villinger-imker.de

Eure
Véronique Heitz / Manfred Kraft